Ursachen und Behandlungen von Rückenschmerzen

Körperliche Fitness ist keine Selbstverständlichkeit. Mit steigendem Alter fangen die ersten Wehwehchen an. Der Stress des Alltags trägt zum Unwohlsein bei. Die gute Nachricht ist, bereits mit wenig Aufwand können Sie für mehr Wohlbefinden sorgen. Im fortlaufenden Artikel finden Sie wertvolle Tipps für Ihr Wohlergehen.

Rückenschmerzen – Diagnostik, Ursachen und Hilfe

Beschwerden an der Rückenpartie gehören zu den Hauptleiden der Bevölkerung.

Der Arzt unterteilt das Leiden in drei verschiedene Kategorien. Das hilft ihm bei der Ermittlung der Diagnose. Ein kurzer Krankheitsverlauf, der selbstständig abklingt, eruiert einen akuten Krankheitsbefund. Zutreffend ist das bei allen Verläufen, die eine Frist von 6 Wochen nicht überschreiten.

Schreitet die Störung über den genannten Zeitraum fort, sprechen die Experten von einem subakuten Umstand. Wenn die Spanne von einem Quartal überschritten ist, spricht der Mediziner von einem chronischen Prozess. Bei Wiederkehr ist Ursachenforschung angesagt. Es ist in Ihrem Interesse, bei anhaltender Problematik einen Orthopäden zu besuchen.

Harmlose Gründe lassen sich in der Regel rasch finden. Der Auslöser bei den meisten Patienten ist eine muskuläre Verspannung im Nacken – oder Rückenbereich. Eine nachlässige Körperhaltung gibt den Ausschlag.

Andere Faktoren sind:

  • Übergewicht
  • geschwächte Rückenmuskulatur
  • psychische Belastung
  • Bewegungsmangel
  • abnormale Veränderungen an der Wirbelsäule

Ist das Rückgrat instabil, greift die Physiotherapie unterstützend ein. Zuhause können Sie aber auch schon eine Menge selber machen. Die Abklärung mit einem Arzt ist in jedem Fall entscheidend für das weitere Vorgehen. Wärmebehandlung ist ein achtenswerter Tipp, ebenso die Bewegung. Kontraproduktiv ist dagegen Bettruhe.

Ein erster Schritt ist sorgfältig ausgewähltes Schuhwerk. Studien besagen, dass etwa 75 % der Bevölkerung falsche Schuhe tragen. Hohe Absätze schädigen die Bandscheiben im Besonderen. Durch die unnatürliche Haltung ist der Körper in ständigem Ungleichgewicht. Die Wirbelsäule muss den Mangel ausgleichen.

Anstrengung für den Rücken ist die Folge. Daraus resultieren Beschwerden am Ischiasnerv. Die optimale Schuhware ist mit einer Höchstabsatzlänge von 4 cm und einer anatomischen Einlage ausgestattet. Zusätzlich ist auf eine ausreichende Breite des Schuhs zu achten.

Gut schlafen geht!

Die nächtliche Ruhe ist das Allerheiligste. Gehören auch Sie zu den Menschen, die die Schlafenszeit eher mit Rückenschmerzen verbinden? Eine andere Matratze kann wahre Wunder bewirken. Eine Unterlage, die 10 Jahre in Gebrauch ist, gehört auf den Sperrmüll. Der Neukauf ist nicht schwierig, wenn Sie ein paar Eckpunkten Beachtung schenken. Ein überstürzter Einkauf ist nutzlos. Die Anschaffung dient für das nächste Jahrzehnt. Eine sorgsame Auswahl ist ratsam. Veranstalten sie ein ausgedehntes Probeliegen. Engagierte Verkäufer beraten gerne ausführlich. Wissenswert ist, dass die Matratze nicht steinhart, aber eben auch nicht butterweich sein darf. Ein Produkt, das dem Körpergewicht etwas nachgibt, ist vorteilhafter. Der Effekt erzielt, dass die Wirbelsäule ihre S-Form beibehalten kann und die Rückenpartie im Schlaf entspannt.

Die stabile Seitenlage ist als Schlafposition ideal geeignet. Unterstützend können Sie ein Seitenschläferkissen mit ins Bett nehmen. Es unterstützt die ergonomisch optimale Liegeposition zusätzlich.

Abgesehen von der Härte einer Schlafunterlage, spielt das Material ebenfalls eine Rolle. Die Fülle an Auswahlmöglichkeiten ist in diesem Zusammenhang fast unüberschaubar.

  1. Kaltschaum
  2. Federkern
  3. Latex
  4. Orthopädische Matratzen
  5. Viscoelastische Matratzen

Die genannten Modelle sind nur einige Muster des großen Ganzen. Allgemein gilt, je besser sich der Körper an den Untergrund anschmiegen kann, desto rückenschonender.

Übergewicht zu reduzieren, hilft dem Rücken

Wenn die Waage aus dem Ruder läuft, ist das grundsätzlich unerfreulich. Das zu viel Gewicht auch die Rückenpartie in Mitleidenschaft zieht, ist nicht unbedingt jedem geläufig. Die Bandscheiben tragen am meisten unter der Last. Einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall möchte niemand gerne erleiden. Kohlenhydratarme Ernährung mit wenig bis gar keinem Zucker und Bewegung unterstützt die Reduzierung der Fettpölsterchen.

Ein anderes Problem mit dem Gewicht ist naturgegeben, betrifft jedoch die Frauenwelt manches Mal. Ein großer Busen ist schön anzusehen, schadet aber dem Rücken ebenfalls. Eine Brustverkleinerung (auch Mamma-Reduktion) entlastet die Muskeln und Knochen. Indiziert der Arzt den Eingriff, kommt die Krankenkasse üblicherweise für die Kosten auf. Allerdings muss deren medizinischer Dienst (MDK) die großen Brüste im Vorfeld als Ursache für die Rückenbeschwerden anerkennen. Drüsen- und Fettgewebe wird in Teilen entfernt. Für den Vorgang wird ein kleiner Schnitt im unteren Bereich der Brust gesetzt. Anschließend wird aus dem übrigen Gewebeanteil ein kleinerer Busen geformt.

Entscheiden Sie sich für einen Eingriff der Art, ist die sorgfältige Arztwahl vorrangig. Die Behandlung setzt umfangreiches Fachwissen voraus. Ein Schönheitschirurg kann die selbstverständlich auch mitbringen. Ein Facharzt für plastische Chirurgie muss für seine Bezeichnung allerdings eine Prüfung ablegen und mindestens 6 Jahre in dem Bereich eine Tätigkeit bescheinigen. Ansonsten dürfte er den Namen nicht tragen. Das Aufsuchen des Spezialisten scheint deshalb sicherer.

Dem Schmerz vorbeugen

Damit der Rücken erst gar keine Probleme bereitet, können Sie dem Ganzen vorgreifen. Medical-Wellness ist das Zauberwort. Wenn Sie jetzt an ein Erholungswochenende denken, entspricht das nur zum Teil der Wahrheit. Entwickelt hat das Programm Dr. Halbert Dunn. Er war in den 50er Jahren ein respektierter Arzt in den USA. Er erarbeitete Ideen, Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise zu umschiffen. In den 70ern wurde das Konzept weiterentwickelt und erhielt den Namen Wellness.

Medical-Wellness ist mehr eine Therapie, die sich auf langfristig verbesserte Verhaltensmuster der einzelnen Person konzentriert. Anmerkungswürdig ist, dass, die vorhandenen Denkschemata des Alltags nicht durch ärztlichen Druck geändert werden. Es wird stets darauf geachtet, dass der Teilnehmer Spaß und Wohlbefinden mit der Behandlung assoziiert. Die Praxis ist vielseitig anwendbar. Sie wird bei psychosomatischen genauso genutzt, wie bei körperlichen Beschwerden. Für Patienten mit Rückenschmerzen ist die Antibiose empfehlenswert, weil sie schlechten Angewohnheiten (z.B. Körperhaltung) Einhalt gebietet. Der Patient hat die Möglichkeit daran zu arbeiten. Eine vollkommene Genesung ist wahrscheinlich.